Ziele des Projekts MES 2009

Mit der Middle East Simulation sollten folgende Ziele erreicht werden:

  • Den Nahostkonflikt und seine komplexe Natur besser zu verstehen
    Die Teilnehmenden als potentielle Führungskräfte der Zukunft hatten die Möglichkeit, sich mit dem Nahostkonflikt und der Ent-wicklung des Friedensprozesses intensiv zu beschäftigen. Insbesondere erlebten sie die diversen Interessenlagen der Konfliktparteien (Israel und Palästina) und anderer Akteure (Ägypten, EU, USA, Iran, Jordanien, Saudi Arabien, Syrien etc.) sowie den Einfluss der Medien hautnah und nachvollziehbar.

  • Förderung des Verständnisses für die Sicht der verschiedenen Akteure
    Dies war zentrales Anliegen der Middle East Simulation 2009, das sich in jedem Element unserer Arbeit wieder gefunden hat. Durch die intensive Vorbereitung auf ihre Rolle, die während der gesamten Konferenz authentisch vertreten und konsequent beibehalten wurde, lernten die Studierenden, den Konflikt aus einem ganz anderen Blickwinkel zu sehen. Auch die Arbeit in nationenübergreifenden Teams förderte das Verständnis anderer Positionen. Dabei war es uns besonders wichtig, keiner der Parteien und Sichtweisen einen privilegierten Raum zur Selbstdarstellung zu bieten.    Die Teilnehmenden sollten sich mit allen Meinungen gleichberechtigt auseinandersetzen und diese diskutieren.

  • Förderung der interdis-ziplinären und internationalen akademischen Kooperation zwischen Studierenden und Politikern
    Die MES 2009 bot den 45 teilnehmenden Studenten und Studentinnen die Möglichkeit, miteinander in Kontakt zu treten. Sie diskutierten gemeinsam mit Gastrednern über Ursachen, Verlauf und Lösungen des Konflikts und lernten so die Position aller Beteiligten besser kennen und verstehen.

  • Förderung der Verständigung zwischen den Teilnehmenden
    Die MES-Konferenz bot den Teilnehmenden, die fast zur Hälfte aus den palästinensischen Autonomiegebieten und Israel kamen, Raum zur Begegnung in einem neutralen und intensiven Diskussionsforum.Aktivitäten verschiedenster Art machten es möglich, sich auch auf einer persönlichen Ebene kennen zu lernen. Beispielsweise fanden gemeinsame Restaurant-besuche und eine festliches Galadinner statt. Es handelte sich also nicht nur um eine spannende akademische Initiative, sondern um eine einzigartige Möglichkeit für Angehörige miteinander in Konflikt stehender Nationen, auf menschlicher Ebene freund-schaftliche Kontakte zur „anderen Seite“ zu knüpfen.

  • Lösungsansätze selbst zu entwickeln und zu diskutieren
    MES 2009 gab den Teilnehmenden die Gelegenheit, unter Berück-sichtigung der Positionen aller wichtigen lokalen und internation-alen Akteure des Friedensprozesses realistische Lösungsansätze zu entwickeln und zu diskutieren.

  • Erwerb von Kompetenzen, die im internationalen Kontext für die Studierenden bei der späteren Arbeit von höchster Wichtigkeit sein werden
    Den Teilnehmenden wurde ermöglicht, ihre Verhandlungs-fähigkeiten zu üben und zu verbessern, im Team zu arbeiten, Reden zu schreiben, Szenarien zu planen und formelle und informelle Kontakte zu knüpfen.

Die Mitglieder des Organisationsteams der Universität Konstanz lernten, in kürzester Zeit eine solche Konferenz professionell zu planen und durchzuführen; dies stellte eine wichtige Bereicherung der vorwiegend theoretischen Orientierung der Universitätsausbildung dar und bot Gelegenheit, die gefragten Softskills wie Organisationstalent, Stressresistenz oder Sprachfertigkeit zu verbessern.