MES-Öffentlichkeitsarbeit

Eine Veranstaltung wie die Middle East Simulation 2009 ist bei allem Fokus auf die Teilnehmenden und die Ergebnisse der Simulation auf die Öffentlichkeit angewiesen. Ohne Unter-stützung und Berichterstattung sind die Ergebnisse nur einem kleinen Kreis zugänglich. Gerade bei der Simulation des Nahost-Konfliktes war es Absicht, der Öffentlichkeit zu beweisen, dass auch bei diesem jahrzehntelangen Konflikt nicht jede diplomatische Hoffnung verloren ist. So wurden verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Öffentlichkeit über das Projekt und seine Ergebnisse zu informieren.

Logo / Corporate Design
Ein einheitliches Auftreten ist sehr wichtig, daher wurden zu Beginn der Organisation der MES sowohl ein Corporate Design wie auch ein Logo entwickelt. Das Logo geht auf eine Idee eines Team-Mitglieds zurück, sie wurde dann in verschiedenen Farbschemata entwickelt und zur Abstimmung gestellt. Das Farbschema „Rot-Goldgelb-Schwarz-Weiß“ wurde dabel als „neutral“ und „stimmig“ bewertet. Nach Klärung der rechtlichen Frage der Verwendung des Uni-Logos wurde das MES-Logo auf allen Publikationen eingesetzt: MES-Mappen, Flyer, Poster, Website, Briefköpfe, Werbepostkarten, Adressaufkleber und andere.

MES-Mappen


Bereits früh in der Vorbereitungsphase erstellte das Team „Contents“ eine Informationsmappe und unter Federführung eines Native-Speakers wurde diese ins Englische übersetzt. In dieser Mappe wurde das Projekt MES 2009 vorgestellt, die zum jeweiligen Zeitpunkt bereits gewonnenen unterstützenden Personen und Institutionen aufgeführt, sowie das Programm der Veranstaltung, die Ziele und Methoden der Simulation vorgestellt. Es wurden zudem das Budget und die Bitte um Unterstützung in die Mappe aufgenommen. Diese Informationsmappe wurde an Stiftungen und Non-Profit-Organisationen in Deutschland und im Ausland versandt, lokale und nationale sowie internationale Firmen und Einrichtungen wurden ebenfalls um Unterstützung gebeten. Hauptzweck der Mappe war das Fundraising. Um doppelte Zusendungen zu vermeiden und um den Überblick zu behalten wurde Buch geführt, wer wann wen angeschrieben hatte.

Für die Pressearbeit wurde eine spezielle Version entwickelt. In dieser Presse-Mappe wurde das Budget entfernt und ein Textabschnitt „Warum sollten Sie über uns berichten“ eingefügt. Diese Presse-Mappen wurde ausgedruckt und per Post an Medien in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie Israel und Palästina versandt. Unter anderem wurden folgende Medien angeschrieben: „Zeit“, „taz“, „Stuttgarter Zeitung“, „Südkurier“ und „Haaretz“ aber auch die Uni-Zeitungen „Campuls“ und „Unikon“ sowie der „Newsletter des Fachbereichs Politik und Verwaltungswissenschaft“ und über die Veranstaltung informiert. Diese Methode war leider nur bedingt erfolgreich, mehr dazu im entsprechenden Abschnitt.

Homepage / soziale Netzwerke


Anfang des Jahres wurde die MES-Website www.mes2009.eu eingerichtet, mit Inhalten gefüllt und freigeschaltet. Die Domain wurde bei einem privaten Provider registriert, die Seite selbst wird bei der Universität Konstanz gehostet. Das Design folgte dabei den Corporate Design Richtlinien der Uni und setzt das Uni-Content Management System ein.
Diese Webseite wurde dann auch genutzt, um über E-Mail-Newsletter und soziale Netzwerke wie Facebook sowohl die MES bekannt zu machen, wie auch Teilnehmerinnen, Teilnehmer und Organisatoren zu werben. Über die sozialen Netzwerke wurde ein zusätzlicher Kanal geschaffen, mit dem sich Teilnehmende und Organisatoren austauschen konnten. Auch weit nach der Simulation wird die Homepage noch verwendet, es werden dort die Publikationen „MES Executive Summary“ und „How To Make A MES“ und auch die Ergebnisse zum Download angeboten.  Beide Publikationen sind im Anhang beigelegt.

Flyer / Plakate


Es wurde bereits früh erkannt, dass für die öffentliche Abschluss-veranstaltung in der Stadt Plakate das ideale Mittel sind. Diese Plakate wurden dann nach den Richtlinien der Uni-Plakate von Team-Mitgliedern entworfen und in der Uni-Druckerei gedruckt. Plakatiert wurden die Universität, die Fachhochschule aber auch Geschäfte und Lokale in der Innenstadt. Es ist auch gelungen, ein großes Einkaufszentrum zum Aushang der Plakate im Format A1 zu gewinnen. Um eine möglichst große Verbreitung zu erreichen, wurden die Plakate in ver-schiedenen Größen gedruckt. Am erfolgreichsten war dabei das Format A 3. Auf dem Plakat wurde auf die Unterstützung durch die Robert Bosch Stiftung hingewiesen.
Um Teilnehmende zu gewinnen wurde zusätzlich ein Flyer entworfen. Dieser war im Format A 5 gehalten. Er wurde sowohl gedruckt wie auch in elektronischer Form verteilt.
Ein Screenshot der MES-Website, sowie die DIN A4-Versionen des Plakates und des Flyers sind hier abrufbar.

Resonanz der Öffentlichkeitsarbeit der MES 2009.

Obwohl mehr als 30 Presseeinrichtungen angeschrieben wurden, kamen nur die Uni-eigenen Medien zu der öffentlichen Abschlussveranstaltung am Sonntag. Eine Anruf bei der lokalen Zeitung, dem „Südkurier“ ergab, dass die MES-Pressemappe angeblich nie angekommen sein.
In diesem Zusammenhang kann man für zukünftige Simulationen / Veranstaltungen dieser Art empfehlen, dass immer zuerst bei den Medien angerufen wird um generell Interesse zu prüfen und um direkte, persönliche Ansprechpartner zu erfahren; erst dann sollten in einem zweiten Schritt   die Unterlagen übersandt werden. In einem dritten Schritt könnte sich dann bei dem Medium nach dem Erhalt der Unterlagen erkundigt sowie erfragt werden, ob mit einem Bericht gerechnet werden kann. Das alleinige Übersenden war nicht effektiv genug. Da leider nur wenige Medien an der MES 2009 teilgenommen haben, gibt es nur ein begrenztes Presse-Echo. Trotzdem sind diese weit verbreitet. Sowohl in der Uni-Presse in Konstanz wie auch bei online-Portalen, die sich mit dem nahen Osten befassen, wurde über die MES berichtet.
Eine Auswahl dieser Berichte ist hier abrufbar.

Das Fundraising war im Endeffekt erfolgreich, da es gelungen ist, die MES zu finanzieren, vor allem durch die Unterstützung der Robert Bosch Stiftung. Allerdings wurden viele Anschreiben / Bitten um Unterstützung nicht beantwortet oder negativ beschieden. Auch hier ist die wichtige Erkenntnis  dass bei zukünftigen Veranstaltungen dieser Art noch mehr und zielgerichtete Arbeit investiert werden sollte, um frühzeitiger die finanzielle Absicherung des Projektes zu gewährleisten.   

Fazit Öffentlichkeitsarbeit
Trotz der mangelhaften Berichterstattung im Vorfeld der MES 2009 durch die Medien wurde die öffentliche Abschlussveranstaltung ein voller Erfolg. Es blieben nur wenige Plätze frei und es entwickelte sich eine interessierte Diskussion und ein reger Austausch zwischen den Teilnehmenden der Simulation und der Bevölkerung der Stadt Konstanz. Somit gelang es auf lokaler Ebene, die gewünschte Aufmerksamkeit zu erzielen.

Zudem erwartet das Organisations-Team von der Veröffentlichung der „MES Executive Summary“ und der „How To Make A MES“ eine weitere Steigerung des öffentlichen Interesses an den Inhalten der Middle East Simulation 2009.

Über eine zusätzliche Berichterstattung in Ihren Medien würden wir uns freuen. Hier gilt das Motto: „Je mehr Aufmerksamkeit, desto besser für die Ziele der MES 2009.“