Interner Ablauf und Auswertung

Seit Januar 2009 traf sich das Vorbereitungsteam mindestens einmal die Woche, meistens Dienstags abends ab 20.00 Uhr, da hier die meisten Zeit hatten, trotz einem vollem Stundenplan oder anderer Belastungen.

Der Koordinator der MES, Tal Harris, oder seine Vertretung, übernahm die Leitung der Sitzung, von Woche zu Woche wurde besprochen, was zu tun ist, was bereits erledigt ist und bei welchen Aufgaben es Fortschritte und auch Rückschritte gibt.

Das Organisationsteam setze sich Meilensteine, etwa „bis März eine Unterkunft gefunden haben“ und versuchte diese dann auch zu erreichen. Wie bei jeder Veranstaltungsorganisation gab es jedoch auch bei der Organisation der MES 2009 Rückschläge, Versäumnisse oder Unvorhergesehenes außerhalb des Verant-wortungsbereichs des Organisationsteams.
 
Wie schon in der Vorstellung der Organisatonsteams dargelegt, übernahm jedes Mitglied eine oder mehrere Aufgaben, in dem es sich der entsprechenden Gruppe angeschlossen hat. Die einzelnen Teams trafen sich zudem auch ausserhalb der regulären Sitzungen um Aufgaben innerhalb der einzelnen Teams zu koordinieren. In jeder regulären Sitzung wurde dann genau berichtet und protokolliert, wer was wann wie gemacht hat.

Probleme bei der Organisation / Vorbereitung

Probleme gab es insbesondere auf folgenden Gebieten:
Unterkunft der Teilnehmenden: leider fand an der Uni Konstanz zur gleichen Zeit das Europa-Kolloquium statt, daher war die einzige Jugendherberge belegt. Nach langer Suche wurde das Team bei dem Apartment-Hotel Konstanz dann doch noch noch fündig.

Finanzen:

Bis zu dem Zeitpunkt, als es klar war, dass die Robert Bosch Stiftung als Hauptförderer ihre Unterstützung in Höhe von 10.000 € zugesagt hat, war das Projekt noch gefährdet. Obwohl das Team mit unzähligen Anschreiben an Firmen der Region und alle großen Stiftungen viel Aufwand in das Fundraising gesteckt hatte.

Die Finanzkrise zeigte leider auch hier ihre Auswirkungen: die Neigung, ehrenamtliche oder studentische Initiativen zu unterstützen, war deutlich gesunken. Ohne die Unterstützung der durch die Robert Bosch Stiftung wäre die MES letztlich nicht möglich gewesen.

Zusätzliche Unterstützung erfolgte durch die FAZIT-Stiftung, die das Projekt mit 1000 Euro gefördert hat, obwohl es außerhalb des üblichen Stiftungsgebietes lag.

Erfreulicherweise konnte eine private Spende in Höhe von 2500 Euro eingeworben werden. Wir bedanken uns bei von Frau Margarete Hofmann, Mitarbeiterin bei OLAF.

Es gelang auch, eine Kooperation mit der Student Union der Universität Tel Aviv abzuschließen. Die Student Union bezuschusste die Reisekosten und ermöglichte es so dem Organisationsteam die eigenen Mittel für zusätzliche Stipendien einzusetzen.

Der Dank geht aber auch an die Unterstützer, die die MES unentgeltlich unterstützt haben: der Gleichstellungsrat der Universität Konstanz, der Fachbereich Politik- und Verwaltungswissenschaft und das Studentenwerk Bodensee.

Teilnehmende

Es war Zwischenzeitlich nicht sicher, ob es gelingen würde, die anvisierte Anzahl palästinensischer Teilnehmender zu bekommen, insbesondere die Ausreise aus den Autonomiegebieten war mit Unsicherheiten, etwa der Frage der Reisekosten oder der Visa.

Um unser Hauptanliegen, den Austausch zwischen „feindlichen Nationen“, zu erreichen, haben wir unsere Bemühungen dann verstärkt auf palästinensische Bewerber und Bewerberinnen mit derzeitigem Wohnsitz in Europa fokussiert.
Reisekosten: bis das Budget nicht endgültig gesichert war, war es uns nicht möglich, Reisekostenzuschüsse oder andere Stipendien zu garantieren. Da wir Teilnehmende aus Ägypten und Osteuropa mit sehr guten Bewerbungen hatten, waren wir jedoch in der glücklichen Lage, einige Teilstipendien vergeben zu können.

Raumsuche

Auch bezüglich der Raumsituation gab es durch das parallel stattfindende Europa-Kolloquium Engpässe in der Universität und in der Stadt. Durch die Unterstützung des Fachbereichs Politik- und Verwaltungswissenschaft und durch den Gleichstellungsrat der Universität Konstanz war es dann doch möglich, die gewünschten und benötigten Räume zu bekommen.

Gast-Redner 

Die Suche nach Gastrednerinnen oder Gastrednern zog sich länger hin als erwartet.

Glücklicher Weise erwiesen sich die Kontakte des Koordinators Tal Harris als hilfreich. Ihm ist es gelungen, Ephraim Sneh und Ilan Halevi zu gewinnen. 


Als Dritter im Bunde wurde Christian Sterzing über einen Kontakt über die Heinrich-Böll-Stiftung vermittelt. Er war die ideale Besetzung der Eröffnungsveranstaltung, da er als ehemaliger Leiter der Heinrich Böll Stiftung in Ramallah die notwendige Erfahrung vor Ort hat, aber dennoch als deutscher Politiker über ausreichende Distanz und Neutralität verfügt, um neutral in das Thema einzuführen.

Die Teilnehmenden wurden zudem auf das herzlichste von Horst Frank, Oberbürgermeister der Stadt Konstanz begrüsst. Die Stadt Konstanz stellte für die Eröffnungsveranstaltung den historischen Ratssaal zur Verfügung.